Maria Hörtner: Die unsichtbaren Kämpferinnen (17.12., 15 Uhr)

Frauen im bewaffneten Konflikt in Kolumbien zwischen Gleichberechtigung und Diskriminierung

Freitag, 17. Dezember, 15.00 bis 16.30 Uhr
Eine Veranstaltung im Rahmen der Kritischen Literaturtage im ÖGB

Wenig beachtet wird, dass am bewaffneten Konflikt in Kolumbien auch Frauen beteiligt sind – nicht nur als Opfer, sondern ebenso als Kämpferinnen, von staatlichen Sicherheitskräften über rechte paramilitärische Organisationen bis hin zu den diversen Guerilla-Gruppierungen. Bei den FARC machen sie bis zu 40 Prozent der Kampfeinheiten aus. Diese »Unsichtbarkeit« beruht auf traditionellen Geschlechterkonzeptionen. Anhand von Interviews untersucht Maria Hörtner die Stellung von Frauen innerhalb der bewaffneten Gruppierungen wie nach ihrem Austritt aus denselben, geht auf Fragen der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung und Intimität ein, arbeitet Elemente von Gleichheit und geschlechtsspezifischer Diskriminierung heraus und skizziert die Situation ehemaliger Kombattantinnen nach ihrer Rückkehr in das zivile Leben.

Maria Hörtner:
1981, Studium der Soziologie an der Universität Wien mit den Schwerpunkten feministische Theorien und politische Prozesse in Lateinamerika sowie Konfliktforschung. Diverse Studien-und Forschungsaufenthalte in Kolumbien.

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“Die Freiheit kam im Mai” von Iakovos Kambanellis (17.12., 18 Uhr)

Iakovos Kambanellis
Die Freiheit kam im Mal
Zum ersten Mal aus dem Griechischen von Elena Strubakis übersetzt

mit der CD

Mauthausen Cantata
Text: Iakovos Kambanellis
Komposition: Mikis Theodorakis
Gesang: Maria Farantouri
Nachwort: Simon Wiesental

Freitag, 17. Dezember, 18:00 bis 20.00 Uhr

Elena Strubakis, die Übersetzerin des Werkes, und ein Sprecher lesen aus dem Buch, dazwischen Aufführung der „Mauthausen Cantata“. Nach einer Pause Präsentation von griechischen Widerstandsliedern. Olga Kessaris (Gesang) und Nikolaos Papadoupoulos (Klavier), Ioannis Zelepos (Buzuki) sind die idealen Interpreten.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Kritischen Literaturtage

45 Jahre nach dem Erscheinen des Werkes von Iakovos Kambanellis über Mauthausen in griechischer Sprache liegt nun sein Werk zum ersten Mal in deutscher Sprache vor; einem Teil der Auflage ist die CD „Mauthausen Cantata“ beigelegt (Text: Iakovos Kambanellis; Musik: Mikis Theodorakis; Nachwort: Simon Wiesenthal). CD und Buch gehören zusammen; das Buch ist der Schlüssel zur Cantata. Die CD beinhaltet die Aufnahme aus dem ehemaligen KZ Mauthausen, als Farantouri dort sang, Theodorakis dirigierte und Kambanellis anwesend war. Diese CD ist nun im Handel nur zusammen mit dem Buch erhältlich.

Iakovos Kambanellis ist der bekannteste Bühnenautor Griechenlands. Er lebt 88jährig in Athen. Kambanellis war Häftling im KZ Mauthausen. Er widmet ca. die Hälfte seines Werkes dem Lager nach seiner  Befreiung, wo noch monatelang Häftlinge lebten, weil sie nicht reisefähig waren, und schildert die Kontakte der ehemaligen Häftlinge mit den Bauern und Dorfbewohnern. Das kommt in der deutschsprachigen KZ-Literatur höchstens am Rande vor. In Rückblicken lässt er die Zeit, als Mauthausen ein SS-Konzentrationslager war, aufleben. Weiters schildert er das Leben der Griechen in Mauthausen und schließlich die Liebe zwischen ihm und Jannina, die auch Häftling gewesen war, nach der Befreiung. Liebe zweier ehemaliger KZ-Häftlinge im befreiten Lager gestaltet sich anders als Liebe unter „normalen“ Umständen. – Das alles berührt ganz außerordentlich, weil es mit der Kraft eines Dichters verfasst ist.

Nun verfügt auch das deutschsprachige Publikum über das Buch, das „hinter“ der „Mauthausen-Cantata“ steht. In ihm wird in Prosa dargelegt, was in der Cantata lyrisch ausgedrückt ist.

Die Freiheit kam im Mai (pdf)

“Common Wealth” von Michael Hardt und Antonio Negri” (17.12., 13.30 Uhr)

grundrisse.zeitschrift für linke theorie & debatte präsentiert:

Freitag, 17. Dezember, 13.30 bis 15.00 Uhr

“Common Wealth” von Michael Hardt und Antonio Negri” mit dt. Übersetzer Thomas Atzert

Eine Veranstaltung im Rahmen der Kritischen Literaturtage im ÖGB

Ein Denken in Bewegung ist das richtige Denken, heißt’s sinngemäß bei Brecht. Ein solches Denken in Bewegung führen Toni Negri und Michael Hardt vor Augen, wenn sie ihre Kritik der bestehenden Verhältnisse aus Ausbeutung, Unterdrückung und Eigentum formulieren. Mit Common Wealth (dt. Übers. im Campus Verlag, 2010) liegt nun der dritte Band einer Reihe vor, die vor zehn Jahren mit Empire (dt. 2002) begann und mit Multitude (dt. 2004) ihre Fortsetzung fand. Während in den ersten beiden Bände der Trilogie Fragen nach den Passagen der politischen Herrschaft und der kapitalistischen Produktionsweise allgemein sowie nach den Veränderungen in der Zusammensetzung der Klassen im Zentrum standen, sind es in Common Wealth nicht weniger als das Problem einer Überwindung des Kapitalismus und die Frage des Kommunismus, die hier in neuen Perspektiven diskutiert werden. Denken in Bewegung heißt darum zuallererst, der «wirklichen Bewegung, welche den jetzigen Zustand aufhebt», wie Marx den Kommunismus definiert hat, nachzugehen. Die Buchvorstellung mit dem Übersetzer Thomas Atzert will dazu beitragen, dieses Denken, das Negris und Hardts politische Theorie im Kern ausmacht, zu diskutieren.

Über 50 Aussteller auf der KriLit!

  • 2 Tage alternativer Lesespaß
  • Buchpräsentationen, Lesungen & Live-Konzerte
  • Freier Eintritt!

Eine Woche vor Weihnachten werden über 50 Aussteller aus Österreich und dem deutschsprachigen Raum im neuen ÖGB-Haus (2., Johann-Böhm-Platz 1/U2 Donaumarina) ihre Publikationen an den Leser/die Leserin bringen. Ein entsprechendes Rahmenprogramm – wie Buchpräsentationen, Lesungen und Konzerte – soll interessierte BesucherInnen bei freiem Eintritt aus nah und fern anlocken.

PROGRAMM:
Freitag, 17. Dezember 2010:
* 10 Uhr: Eröffnung der Kritischen Literaturtage
* 13.30 bis 20 Uhr: Buchpräsentationen & Lesungen
* 20 Uhr: Politpark presents “Passionierte Proleten“

Samstag, 18. Dezember 2010:
* ab 10 Uhr: 2. Ausstellungstag
* 13.00 bis 20 Uhr: Buchpräsentationen & Lesungen
* 20 Uhr: Sigi Maron

Details zum Programm werden in Kürze veröffentlicht.

Sigi MARON und POLITPARK bei den Kritischen Literaturtagen im ÖGB

Sozialkritischer Liedermacher und „Passionierte Proleten“ auf alternativer Literaturmesse am 17./18. Dezember in Wien

Eine Woche vor Weihnachten. Wer wollte da nicht schon mal aufgrund von Einkaufsstress und Jingle-Bells-Gedudel lauthals schreien: „Leckts mi am A….!“.

Der ÖGB macht´s möglich! Im Rahmen der Kritischen Literaturtage (17./18. Dezember in Wien) wird der bekannte österreichische Liedermacher Sigi Maron all jenen, die von Kommerz und Kitsch genug haben, ein Ventil öffnen und gemeinsam mit Keyboarder Andy Juran seine sozialkritischen Lieder zum Besten geben. Das Konzert findet am Samstag, den 18. 12., um 20 Uhr im neuen ÖGB-Haus (Johann Böhm Platz 1, 1020 Wien) statt und ist zugleich Finale dieser zum ersten Mal in Österreich stattfindenden Literaturmesse abseits des kommerziellen Mainstreams.

Zum Abschluss des ersten Tages der „KriLit’10“ (Freitag, ab 20 Uhr) wird die Linzer Band „POLITPARK“ mit ihrem Programm „Passionierte Proleten“ auftreten. In Anlehnung an die „Proletenpassion“ der Schmetterlinge (1976) führt das Stück von den Bauernkriegen quer durch die Geschichte der ArbeiterInnenbewegung bis hin zum heutigen Tag. Zwei Stunden Lieder,
Bilder, Texte garantieren einen unterhaltsamen und tiefgründigen Abend.

Konzerte im Rahmen der Kritischen Literaturtage:
Freitag, 17. Dezember, ab 20 Uhr: Politpark presents „Passionierte Proleten“
Samstag, 18. Dezember, ab 20 Uhr: Sigi Maron