Richard Weihs: Kleine Freiheiten

Samstag 5. November 2011, 17:00 Uhr, Saal „Anna Boschek“

Fotocredit: Gabriele Müller-Klomfar und Mario Lang

Augustin: BIBLIOTICK 277
I warad dann so frei…

Mit seinen „Wilden Worten“ (die nächsten gibt’s leider erst wieder nach der Sommerpause im September, siehe Heimseite: members.aon.at/richard.weihs) ist Richard Weihs seit Jahren Sand im Getre/ibe der Mariahilfer Bezirkspolitik beziehungweise kult(ureller) Fixstern im Wiener Literatur-, Musik- und Kleinkunstgetri/ebe – „e“ und  „i“ bitte nach Guthalten in eine konvenierende Reihenfolge bringen -, oftmals verortet am Lerchenfelder Gürtel im Weinhaus Sittl, das er ein „Wiener Zeitloch“ nennt oder im Amerlinghaus, einer Keimzelle ökosozialen Widerstands und integrativen Denkens im Wiener Neubau-Exil.

Derweilen er auch mit anderen Löchern zu tun hat(te), sei es in der Auseinandersetzung über sinnlose Volksgaragen, sei es im urwienerisch literarischem Sinne, hat er sich in all den Jahren des kult(ivierten) Querulierens die Schneid nicht abkaufen lassen. Und parallel dazu bezirkisch wortgespielt, Wien veranderst oder Mariahilfer Grätzlgeschichte geforscht, kurz: sich mit ventilierender Treffsicherheit und durch Lachmuskel streichelnde Satiren ein gewisses Maß an Frustfreiheit erettet. Ergo ist er jetzt dann so frei…und bringt ein Potpourri an Gedichten und Geschichten heraus, das sich so angesammelt hat zwischen Nachtkästchen, Festplatten und alten Disketten, Mappen und Heften, Schubladen und Schachteln, wie er im Vorwort seines bislang fünften Buches „Kleine Freiheiten“ beschreibt. Ja, und sogar auch zwei seiner ersten Texte, die Peter Henisch 1974 in den „Neuen Wegen“ veröffentlicht hat, schwingt da auch ein wenig Stolz mit auf dem Weg durch ein fein ziseliertes Dickicht der „Weana Heazschlog“-Poesie, für die wir Weihs ja besonders lieben, die seitentechnisch sicherheitshalber ganz weich eingebettet ist zwischen „Gedichte in hohem Deutsch“ (Teil I) und einfach „Geschichten“ (Teil III) als Teil II – Gedichte in tiefem Dialekt, was ja eigentlich schon wieder eine Chuzpe à la Weihs ist. Wäu, schau, a Dialegd kån ållawäu imma nua diaf sei…;-) (DH).

Richard Weihs
Kleine Freiheiten
Gedichte und Geschichten
ISBN 9783902547170
Arovell Verlag
180 Seiten

Gesammelte Gedichte, Liedertexte, Erzählungen und Satiren aus 36 Jahren

Motto:
Männer wollen nicht die große Freiheit.
Sie wollen viele kleine Freiheiten.
(Spanisches Sprichwort)

Geboren am 6.10.1956 in Wels, OÖ, seit 1964 in Wien wohnhaft, seit 2004 auch in NÖ.

1973 Erste Veröffentlichungen von Kurzgeschichten in Literaturzeitschriften, seither zahlreiche Veröffentlichungen von Lyrik und Prosa.

Seit 1976 als Autor, Musiker und Schauspieler in der freien Theaterszene tätig.
Mitglied bei IG Autoren, Grazer Autorenversammlung, Literaturkreis Podium und mica
Preise (Auswahl): Luitpold Stern-Förderungspreis, Alfred Gesswein-Literaturpreis, Buchprämie des BKA, zahlreiche Kleinbühnen-Prämien von Stadt und Staat

2010
„Kleine Freiheiten“ – Gedichte und Geschichten (Arovell Verlag)

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