Andreas Pittler/ Helena Verdel: DER GROSSE TRAUM VON FREIHEIT (17.12., 18 Uhr)

30 Rebellen gegen Unrecht und Unterdrückung

Freitag, 17. Dezember, 18.00 bis 19.30 Uhr (Saal „Amalie Seidel“)
Eine Veranstaltung im Rahmen der Kritischen Literaturtage im ÖGB

Zu allen Zeiten gab es Menschen, die die Tyrannei einiger weniger über die vielen nicht hinnehmen wollten. Sie stritten gegen die Herrschaft und kämpften gegen das Unrecht an. In der frühen Neuzeit kam dafür ein besonderer Begriff auf. Einer, der gegen die Ordnung kämpfte (bellare), war ein Rebell, wobei man unter einem „Rebellen“ auch jenen verstand, der einen gerade erst beendeten Krieg als dessen Verlierer sogleich wieder aufnahm (worauf die Vorsilbe „re“ besonders hindeutet). Gerade in der Geschichte des Widerstandes gab es weitaus mehr Niederlagen als Siege. Umso beeindruckender scheint der Wille dieser Rebellen, sich ohne Unterlass gegen herrschaftliche Knechtung und Ausbeutung aufzulehnen.

In „Der große Traum von Freiheit“ werden Männer und Frauen vorgestellt, die dem zu ihrer Zeit vorherrschenden Gesellschaftsbild getrotzt haben, weil sie genau wussten, das eben dieses Ideal für die überwiegende Mehrheit der Menschen nur hohle Phrase war.

Das vorliegende Buch stellt 30 Rebellen aus einem knappen Jahrtausend vor, die für ihre Ideale zur Waffe gegriffen haben. Die Palette reicht von den Bauernkriegen des Mittelalters und der frühen Neuzeit über die bürgerlichen Revolutionäre des 18. bzw. 19. Jahrhunderts bis zu Kämpfern gegen den Kapitalismus.

Bei der Auswahl der Freiheitskämpfer wurde versucht, den Blick über enge eurozentrische Geschichtsbilder hinaus schweifen zu lassen. Daher werden KämpferInnen nicht nur aus Europa, sondern auch aus Haiti, Kuba, Mexiko, der Mongolei, Guinea-Bissau, Grenada, Mosambik, Burkina Faso, Angola und Indien vorgestellt. Darunter sind Wat Tyler, Jan Žižka, Michael Gaismair, Florian Geyer, Thomas Müntzer, Gracchus Babeuf, Théroigne de Mericourt, José Marti, Garibaldi, Constance Markiewicz, Emiliano Zapata, Boris Kidrič, Markos Vafiadis, Amílcar Cabral, Antonio Neto, Thomas Sankara und Phoolan Devi.

Die AutorInnen:
Andreas Pittler wurde 1964 in Wien geboren, wo er Geschichte und Politikwissenschaft studierte. Rege Publikationstätigkeit zu historischen Themen, mehrere Biographien (u.a. über Bruno Kreisky) und Krimis. Helena Verdel wurde 1961 in Klagenfurt/Celovec geboren und studierte Theaterwissenschaften in Wien und Ljubljana. Zahlreiche Publikationen zur österreichischen und europäischen Zeitgeschichte, insbesondere zur Frauenfrage.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s