Einladung zum brainstorming: krilit 12

Sehr geehrteR VerlegerIn, liebe KollegInnen,

Im November des vergangenen Jahres fanden im ÖGB zum zweiten Mal die “Kritischen Literaturtage” statt. Wir danken euch für die zahlreichen positiven, aber auch für die kritischen Rückmeldungen zur “KriLit ’11″.
Unter dem Motto “Aller guten Dinge sind drei!” wollen für 2012 einen weiteren Versuch wagen, dieses Projekt für alle Beteiligten zu einem Erfolg zu führen.
Dazu brauchen wir eure Ideen und euren Tatendrang. Die “Kritischen Literaturtage 2012″ sollen von Beginn an ein gemeinsam gestaltetes Projekt sein. (Fixpunkt: Veranstaltungsort ist nicht mehr die ÖGB-Zentrale am Johann-Böhm-Platz.)

Wir laden deshalb alle Interessierten zu einem Brainstorming
am Freitag, den 2. März 2012, um 14 Uhr
in die ÖGB-Fachbuchhandlung (Rathausstraße 21, 1010 Wien) ein.

Auf Dein/Euer Kommen freuen sich

Ulli Fuchs
Michael Wögerer

Bitte um Rückmeldungen!
PS.: Ab März ist die E-Mail-Adresse krilit@oegb.at nicht mehr erreichbar.
Fragen/ Anregungen zur KriLit´12 einfach an fuchs@kinoki.at,
0650/510 92 78 (Ulli) oder michael.woegerer@gmail.com

Impressionen KriLit 2011 (Teil 2)

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Impressionen KriLit 2011 (Teil 1)

Photos der AUGE/UG (auf flickr.com)

Photos von CG Fernandes (Sky Drive)

Rede von Robert Misik zur Eröffnung der KriLit 2011

Quelle: misik.at

Dass der Österreichische Gewerkschaftsbund eine kritische Literaturmesse veranstaltet, ist überraschend und gar nicht so überraschend zugleich.

Überraschend einfach deshalb: Es hat sie ja vor wenigen Jahren nicht gegeben und man würde sich denken, dass eine Literaturmesse zu veranstalten nicht zum Kerngeschäft einer Gewerkschaft gehört.

Gar nicht so sehr überraschend ist es natürlich auch deshalb, weil Bildung seit jeher eine zentrale Forderung der Arbeiterbewegung war.

Zu den ersten Organisationen der Arbeiterbewegung gehörten die „Arbeiterbildungsvereine“. Sie waren es, die ein regelrechtes Pathos der Bildung entwickelten: Wissen ist Macht! Die Parole klingt bis heute nach. Bildet Euch, Arbeiter, damit ihr gerüstet seid für den Aufbau einer besseren Gesellschaft. Aber auch Bildung als Aufklärung: Damit man Euch kein X für ein U vormachen kann. Damit man Euch nicht ideologisch verdummt. Damals die Kirche. Heute die Kronen-Zeitung. Nunja, da gibt’s ja jetzt eine neue Strategie, Inserate für die Krone und für Heute, eine neue Strategie im Kampf um die Hegemonie. Nicht sonderlich erfolgsträchtig.
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Kritische Literaturtage im ÖGB eröffnet

ÖGB-Präsident Erich Foglar und Journalist Robert Misik betonen Wichtigkeit von Literatur und Bildung

Wien (OTS/ÖGB) – “Bildung ist das wirkungsvollste Mittel gegen
Armut. Und ohne Literatur gibt es keine Bildung” sagt ÖGB-Präsident
Erich Foglar anlässlich der Eröffnung der Kritischen Literaturtage
2011 im ÖGB. Auch Schriftsteller und Journalist Robert Misik betont
den Stellenwert von Bildung und plädiert für Bildungsgerechtigkeit,
die beim Schwächsten ansetzt. “Bildung kann das Kollektiv, aber auch
Individuen voranbringen, man darf dabei aber nicht die Schwächsten
zurücklassen”, so Misik.

Die Buchmesse abseits des kommerziellen Mainstreams startete heute
zum zweiten Mal in Folge. Die Kritischen Literaturtage bieten kleinen
und alternativen Verlagen die Möglichkeit für Buchpräsentationen und
Lesungen.

Neben dem Schmökern im Sortiment wird auch ein abwechslungsreiches
Rahmenprogramm mit zahlreichen Lesungen und Buchpräsentationen u.a.
mit Gerhard Ruiss, Susanne Scholl, Richard Weihs und vielen mehr
geboten. Weitere Highlights sind der Dialektworkshop “dialekt
sprechen – dialekt schreiben” und ein Poetry Slam mit Mieze
Medusa.(cn)

KriLit 2011
Freitag, 4. November: 10.00 bis 20.00 Uhr
Samstag, 5. November: 10.00 bis 20.00 Uhr
ÖGB Zentrale, Johann-Böhm-Platz 1 (U2 Donaumarina)
EINTRITT FREI!

Jura Soyfer– Ein Studi(en)-Projekt

Freitag, 4. November 2011
16:00 – 16:30 Uhr
Saal „Anna Boschek“

Im Gedenkjahr 2009 fand am Institut des tfm | Theater-, Film- und Medienwissenschaft eine Lehrveranstaltung unter der Leitung von Gabriele C. Pfeiffer mit dem Titel „Jura Soyfer (1912-1939) – Theater- und Lebensdramen“ statt. Diese entwickelte eine wunderbare Eigendynamik, so dass sie schließlich weit über den Charakter einer „herkömmlichen“ Lehrveranstaltung hinausging.
Durch das große Engagement der Lehrveranstaltungsleiterin und der TeilnehmerInnen entstand das hier vorliegende Studi(en)-Projekt: eine Veröffentlichung der wissenschaftlichen Essays, die im Rahmen der Lehrveranstaltung verfaßt wurden.
Der Inhalt des Sammelbands stellt Jura Soyfer vor und will ihn StudienkollegInnen sowie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen und näher bringen.
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Karl Kautsky: „Der Ursprung des Christentums“

Samstag, 05. November 2011
12:00 – 12:30 Uhr
Saal „Anna Boschek“

Aufstand der Vernunft/der Funke:
Karl Kautsky:
„Der Ursprung des Christentums“
Neuauflage.

Mehr Infos unter derfunke.at

Andreas Pavlic: Der kommunistische Anarchismus

Samstag 5. November, 16 Uhr, Saal “Anna Boschek”

Vortrag von Andreas Pavlic:
Der kommunistische Anarchismus
Pierre Ramus und die frühe Siedler_innenbewegung in Wien

Vom kommunistischen Anarchismus ist heutzutage kaum mehr die Rede. Der Bart, der ihm anhaftet, scheint dem von Kropotkin zu gleichen. In dem
Vortrag wird daher versucht, einige Aspekte, die auch heute noch von Interesse sein könnten, hervorzuheben. Bezug genommen wird auf jene
Konzeption von Pierre Ramus und „seinem“ Bund herrschaftsloser Sozialist_inn_en, wie auch auf die kurze revolutionäre Phase nach dem 1.
Weltkrieg, in der eine breite soziale Bewegung, die Siedler_innenbewegung, auftauchte. Die Bewegung warf Fragen nach dem Wohnen auf, nach  Subsistenzwirtschaft, und stellte generell die Forderung nach einer anderen Lebensweise. Für Ramus und den Bund ging es schlicht um die Frage einer sozialen Revolution.
Das Zusammenspiel von der theoretischen Konzeption, einer minoritären anarchistischen Bewegung, der Sozialdemokratie und der
Siedler_innenbewegung soll in diesem Vortrag untersucht werden.

www.graswurzel.net/verlag

www.ramus.at

Gerhard Loibelsberger: Mord und Brand

Samstag 5. Nov., 17:30 Uhr, Saal “Amalie Seidel”

Gerhard Loibelsberger

Gerhard Loibelsberger, Jahrgang 1957, ist Autor von Sach- und Gourmetbüchern, Songtexten und Kriminalromanen. Der Jugendstil-Krimi „Mord und Brand” ist der dritte Teil seiner erfolgreichen Serie um den Wiener Inspector und Gourmet Joseph Maria Nechyba. 2010 wurden „Die Naschmarkt-Morde” für den Leo-Perutz-Preis der Stadt Wien nominiert.

„Mord und Brand”

WIEN BRENNT!  Wien, 27. Juli 1911. Ein Großbrand wütet auf den Holzlagerplätzen am Nordwestbahnhof. Erst nach zwei Tagen kann er unter Einsatz von 167 Mann der Wiener Berufsfeuerwehr gelöscht werden. Inmitten tausender Schaulustiger wird ein Mann brutal zu Tode geprügelt. Frantisek Oprschalek und sein bester Freund Nepomuk Budka, ein mehrfach verurteilter Gewaltverbrecher, ziehen eine blutige Spur von Morden und Brandstiftungen durch Wien. Inspector Nechyba und seine Frau Aurelia geraten in einen Strudel der Gewalt, der sie auch ganz persönlich bedroht …

Erneut liefert Gerhard Loibelsberger einen historischen Kriminalroman der Extraklasse aus dem Wien der Jugendstilzeit und den letzten Tagen Gustav Mahlers. Spannend, atmosphärisch, fesselnd.

Mord und Brand: Historischer Kriminalroman; ein Roman aus dem alten Wien. Gmeiner-Verlag, Meßkirch 2011, ISBN 978-3-8392-1217-2.

AUSSTELLUNG IM ÖGB FOYER: ARBEITSFLUSS – ARBEITSKÖRPER

© Eva Fellner: Gesellschaftsspiel

Die künstlerische und politische Reflexion der eigenen Position als ArbeitendeR, WerktätigeR, SchaffendeR steht thematisch im Zentrum dieser Ausstellung. Unsere Arbeitswelt befindet sich im Wandel, ebenso die Definition von Arbeit selbst. Die Arbeit ist im Fluss. Wir, die arbeitenden Menschen, sind in einen Prozess eingebunden, sind Teil des Wechselspiels von Ausbeutung und Selbstbestimmung, von Druck von Außen und schöpferischer Produktivität, und müssen uns ständig fragen, wo wir stehen.

Mit Werken von:
Christine Cezanne-Thauss, Erika Ebner, Noura El-Kordy, Jürgen Engelmayr, Eva Fellner, Gerald Grünwerth, Veronika Junger, Mathias Handwerk, Hans Heis, Jagoda Lessel, Alexis Schobert, R-Stripes, Peter Smolka

Die Ausstellung ist bis 18. November wochentags von 7.00 bis 19.00 Uhr geöffnet

Eintritt frei